Kurz beantwortet
Aus Vectorworks führt der verlässliche Weg über IFC: Das Programm ist für den Export nach IFC4 Reference View zertifiziert und schreibt außerdem IFC2x3 und IFC4x3. Beide Fassungen liest VEDUTUM. Ein GLB-Export existiert, sitzt aber im Debug-Bereich der Arbeitsumgebung und ist für die Praxis kein Standardweg. In VEDUTUM kommen Körper mit einer Farbe an; Klassen, Datensätze und Texturen bleiben in der Datei.
Das Wichtigste in Kürze
- Vectorworks exportiert IFC2x3, IFC4 und IFC4x3 und ist für IFC4 Reference View zertifiziert.
- Für eine Visualisierung ist IFC der verlässliche Weg; der GLB-Export liegt im Debug-Bereich der Arbeitsumgebung und ist kein Standardweg.
- In VEDUTUM kommen Körper mit einer Farbe an. Klassen, Datensätze und Texturen kommen nicht an.
- Was nicht ins Bild gehört — Möblierung, Ausstattung, Bibliotheksobjekte — vorher über Klassen ausschalten.
- Grenze: 60 MB je Datei. Der Import läuft im Browser und kostet keine Punkte.
Drei Fassungen, eine Entscheidung
Vectorworks unterstützt nach eigener Dokumentation die IFC-Fassungen 2x3, 4 und 4x3 und ist von buildingSMART für den Export nach IFC4 Reference View 1.2 zertifiziert. Für den Weg in eine Visualisierung ist die Fassung zweitrangig: Wir lesen IFC2x3 und IFC4, und was zählt, sind die Körper.
Wichtiger ist, was exportiert wird. Vectorworks arbeitet mit Klassen und Konstruktionsebenen; beim IFC-Export entscheidet die Sichtbarkeit mit darüber, was in der Datei landet. Eine Ansicht, in der Möblierung und Ausstattung ausgeschaltet sind, ergibt eine schlanke Datei — und ein Modell, das im Browser sofort steht.
Der Umweg über GLB lohnt selten
In Foren und in der Arbeitsumgebung findet sich ein Export nach glTF beziehungsweise GLB; er sitzt allerdings im Debug-Menü der Arbeitsumgebung und ist nicht als regulärer Ausgabeweg dokumentiert. Wer ihn kennt und braucht, kann ihn nutzen — der Vorteil wäre, dass GLB Materialien und Texturen mitträgt.
Für die Praxis empfehlen wir IFC. Die Fassade wählen Sie in VEDUTUM ohnehin aus Varianten: Derselbe Baukörper, einmal in Lärche, einmal in Putz, einmal in Klinker. Das ist der Punkt, an dem eine Visualisierung im Entwurf nützt — nicht die exakte Wiedergabe der Textur aus dem CAD.
Was auf unserer Seite passiert
Die IFC-Datei wird im Browser gelesen, nicht auf unserem Server. Dafür läuft web-ifc, ein quelloffener Leser als WebAssembly, im Tab: Er versteht IFC2x3 und IFC4 und gibt jeden Körper als Dreiecksnetz mit einer Farbe heraus. Daraus entsteht eine GLB-Datei, und erst diese wird hochgeladen — das Original bleibt auf Ihrem Rechner.
Damit steht auch fest, was ankommt und was nicht:
- Ankommt: die Geometrie, also alles, was im Export einen Körper hat, mit seiner Farbe und seiner Lage.
- Kommt nicht an: Eigenschaften und Merkmalsätze, Bauteilnamen, Ebenen, IFC-Klassen, Texturen. Sie stecken in der Datei, werden aber nicht gezeichnet.
Wer Material und Textur behalten will, exportiert statt IFC gleich eine GLB-Datei; die trägt Materialien und Bilder mit. Die Obergrenze liegt bei 60 MB je Datei. Wird sie erreicht, ist fast immer dasselbe schuld: Möblierung, Bewehrung und Bauteilbibliotheken, die niemand im Bild sieht.
Klassen sind hier der Hebel
Was bei anderen Programmen die Sichtbarkeit einer 3D-Ansicht ist, sind bei Vectorworks die Klassen. Drei Handgriffe vor dem Export sparen die meiste Arbeit danach:
- Klassen für Möblierung, Ausstattung und Beschriftung ausschalten.
- Gelände nur mitgeben, wenn es als Körper modelliert ist — eine Geländeoberfläche ohne Dicke hilft im Bild nicht.
- Prüfen, ob alle Geschoße in der Ausgabe stehen, auch das Untergeschoß.
Danach: Datei, Exportieren, IFC-Projekt exportieren. Die Datei sollte deutlich unter 60 MB liegen.
Der erste Durchgang, praktisch
- Klassen aufräumen, 3D-Ansicht mit allen Geschoßen.
- IFC-Projekt exportieren, Fassung nach Hausstandard.
- Größe prüfen, in VEDUTUM hochladen, Modell im Browser drehen.
- Sonne für die Adresse einstellen, Kamera setzen.
- Erstes Bild rechnen — was es kostet, steht vorher auf dem Knopf und im Detail unter Preise.
Was der Import im Detail macht, steht im Artikel IFC-Datei visualisieren; wo VEDUTUM neben Renderern und Studios steht, im Werkzeugvergleich.
Was dieser Bericht nicht ist
Wir haben keine Messreihe über fremde Projekte laufen lassen und nennen deshalb keine Trefferquote. Was hier steht, ist zweierlei: was unser Leser aus einer IFC-Datei nimmt — das steht in unserem Code — und was das Programm laut eigener Dokumentation beim Export anbietet. Ihr eigenes Modell ist der einzige belastbare Test, und er kostet nichts: Der Import läuft im Browser, Punkte kosten erst Bilder.
Quellen und weiterführende Informationen
Häufige Fragen
Welche IFC-Fassung soll ich aus Vectorworks exportieren?
IFC2x3 und IFC4 werden beide gelesen. Nehmen Sie die Fassung, mit der Ihr Büro arbeitet; für das Bild zählt allein, dass die Körper vollständig in der Datei stehen.
Kann ich direkt eine GLB-Datei aus Vectorworks liefern?
Ein glTF/GLB-Export existiert, sitzt aber im Debug-Bereich der Arbeitsumgebung. Wenn Sie ihn nutzen, laden wir die Datei unverändert samt Materialien. Der dokumentierte Weg bleibt IFC.
Warum sehe ich meine Texturen nicht?
Weil IFC sie nicht mitträgt: Es kommt eine Farbe je Körper an. Fassade, Fenster, Dach und Ausbau wählen Sie in VEDUTUM aus Varianten, die auf denselben Baukörper gerechnet werden.
Wie groß darf die Datei sein?
60 MB. Wer darüber liegt, hat fast immer Möblierung, Ausstattung oder Bibliotheksobjekte mitexportiert; über die Klassen sind sie in einer Minute abgewählt.
Über die Redaktion
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Die Redaktion von VEDUTUM, einem Produkt der EA Digital Solutions e.U. in Graz, schreibt über Modellformate, Rendering, Auflösungen, Kamerafahrten und Sonnenstand. Jede Zahl mit Rechenweg oder Quelle, jeder Text von Menschen geprüft.
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