Kurz beantwortet
SketchUp und Rhino exportieren beide GLB direkt: In SketchUp über Datei, Exportieren, 3D-Modell, Dateityp „GLTF Binary“; in Rhino über Exportieren mit der Endung .glb, wobei Materialien und Texturen in die Datei eingebettet werden können. Das ist für VEDUTUM der bessere Weg als IFC, weil GLB Material und Textur mitträgt, während aus IFC nur eine Farbe je Körper ankommt. Achten Sie auf die Einheiten und auf die Netzdichte: Rhino exportiert Netze, keine Flächen.
Das Wichtigste in Kürze
- SketchUp schreibt GLB direkt: Datei, Exportieren, 3D-Modell, „GLTF Binary“.
- Rhino öffnet und schreibt .glb und .gltf; Materialien und Texturen lassen sich in die Datei einbetten.
- GLB ist hier der bessere Weg als IFC: Material und Textur kommen mit, statt einer Farbe je Körper.
- Rhino exportiert Netze. Wie fein sie sind, entscheiden die Netz-Einstellungen — und damit die Dateigröße.
- Grenze: 60 MB je Datei. Der Import läuft im Browser und kostet keine Punkte.
Warum hier GLB und nicht IFC
Für Archicad, Revit und Vectorworks ist IFC der Hauptweg, weil diese Programme Bauteile kennen. SketchUp und Rhino modellieren Geometrie. Beide schreiben dafür GLB direkt, und GLB ist genau dafür gemacht: Es trägt Netze, Materialien und Texturen in einer Datei.
Der Unterschied ist im Ergebnis sichtbar. Über IFC kommt bei uns ein Körper mit einer Farbe an — die Holzfassade wird zu einer braunen Fläche. Über GLB kommen Material und Textur mit, und das Modell im Browser sieht aus wie in Ihrem Programm. Das gilt auch für die Freigabeseite, auf der Ihre Bauherrin dasselbe Modell dreht.
SketchUp: Einheiten und Gruppen
SketchUp exportiert glTF inzwischen ohne Zusatzprogramm; in der Dokumentation steht der Weg über Datei, Exportieren, 3D-Modell und die Auswahl „GLTF Binary File (*.glb)“. Ältere Fassungen können das nicht — dort hilft ein Zusatzprogramm oder der Umweg über OBJ.
Zwei Dinge lohnen den Blick vorher:
- Einheiten. Ein Modell in Zoll kommt im Browser als Haus mit falschen Maßen an. Stellen Sie das Modell auf Meter, bevor Sie exportieren.
- Gruppen und Komponenten. Was als Komponente hundertfach im Modell steht (Bäume, Stühle, Zäune), verdoppelt die Dateigröße und trägt zum Bild wenig bei. Vor dem Export ausblenden.
Rhino: Netze statt Flächen
Rhino schreibt beim Export nach glTF Netze und Punktwolken; Materialien und Texturen können eingebettet werden. Das heißt: Aus Ihren NURBS-Flächen wird beim Export ein Netz, und wie fein es ausfällt, bestimmen die Netz-Einstellungen von Rhino.
Für eine Visualisierung ist das ein Vorteil, wenn man es bewusst steuert: Ein gröberes Netz an der Fassade fällt im Bild nicht auf, ein zu feines macht die Datei groß. Faustregel: So fein, dass gekrümmte Kanten rund aussehen, und nicht feiner. Wenn die Datei über 60 MB wächst, ist fast immer die Netzdichte schuld — oder ein Möblierungspaket.
Was auf unserer Seite passiert
Die IFC-Datei wird im Browser gelesen, nicht auf unserem Server. Dafür läuft web-ifc, ein quelloffener Leser als WebAssembly, im Tab: Er versteht IFC2x3 und IFC4 und gibt jeden Körper als Dreiecksnetz mit einer Farbe heraus. Daraus entsteht eine GLB-Datei, und erst diese wird hochgeladen — das Original bleibt auf Ihrem Rechner.
Damit steht auch fest, was ankommt und was nicht:
- Ankommt: die Geometrie, also alles, was im Export einen Körper hat, mit seiner Farbe und seiner Lage.
- Kommt nicht an: Eigenschaften und Merkmalsätze, Bauteilnamen, Ebenen, IFC-Klassen, Texturen. Sie stecken in der Datei, werden aber nicht gezeichnet.
Wer Material und Textur behalten will, exportiert statt IFC gleich eine GLB-Datei; die trägt Materialien und Bilder mit. Die Obergrenze liegt bei 60 MB je Datei. Wird sie erreicht, ist fast immer dasselbe schuld: Möblierung, Bewehrung und Bauteilbibliotheken, die niemand im Bild sieht.
Was das für Bilder und Clips heißt
Steht das Modell einmal im Browser, ist der Rest für alle Programme gleich: Sonne für die Adresse, Kamera setzen, Bild oder Clip rechnen. Dass ein GLB-Modell seine Materialien mitbringt, ändert daran nichts — auch hier bleibt die Geometrie fest, und die Varianten wechseln nur das, was Sie wechseln wollen.
Was ein Durchgang kostet, steht vorher auf dem Knopf; ein ganzes Projekt haben wir unter Was kostet eine Visualisierung Zeile für Zeile aufgeschrieben. Und wo VEDUTUM neben Renderern und Studios steht, im Werkzeugvergleich.
Was dieser Bericht nicht ist
Wir haben keine Messreihe über fremde Projekte laufen lassen und nennen deshalb keine Trefferquote. Was hier steht, ist zweierlei: was unser Leser aus einer IFC-Datei nimmt — das steht in unserem Code — und was das Programm laut eigener Dokumentation beim Export anbietet. Ihr eigenes Modell ist der einzige belastbare Test, und er kostet nichts: Der Import läuft im Browser, Punkte kosten erst Bilder.
Quellen und weiterführende Informationen
Häufige Fragen
GLB oder IFC — was soll ich liefern?
Aus SketchUp und Rhino GLB: Material und Textur kommen mit. Aus Archicad, Revit und Vectorworks IFC, weil diese Programme GLB nicht als Standardweg schreiben.
Mein Modell ist im Browser winzig oder riesig.
Dann stimmen die Einheiten nicht. Stellen Sie das Modell vor dem Export auf Meter und exportieren Sie neu; im Browser sehen Sie die Maße direkt am Baukörper.
Wie fein soll das Netz aus Rhino sein?
So fein, dass gekrümmte Kanten rund wirken. Feiner kostet nur Dateigröße. Wenn Sie über 60 MB kommen, ist die Netzdichte der erste Ort, an dem Sie sparen.
Kommen Texturen aus SketchUp wirklich an?
Ja, GLB trägt sie mit, und wir laden die Datei unverändert. Was das Bildmodell daraus macht, ist eine zweite Frage: Es ergänzt Bewuchs, Möbel und Reflexe als Vorschlag, nicht als Zusage.
Über die Redaktion
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Die Redaktion von VEDUTUM, einem Produkt der EA Digital Solutions e.U. in Graz, schreibt über Modellformate, Rendering, Auflösungen, Kamerafahrten und Sonnenstand. Jede Zahl mit Rechenweg oder Quelle, jeder Text von Menschen geprüft.
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