Kurz beantwortet
Ein 360°-Panorama aus dem Planungsmodell ist ein Bild im Seitenverhältnis 2:1, das die ganze Umgebung eines Standpunkts enthält — vorne, hinten, oben, unten. VEDUTUM nimmt es direkt aus dem Browser-Modell auf, außen vom aktuellen Blickpunkt oder innen aus einem Raum, mit 3072 × 1536 Pixeln und ohne Punkte. Auf der Freigabeseite lässt es sich in einer Kugel drehen, als JPEG passt es in Makler-Portale und VR-Brillen. Es zeigt das Modell mit seinen Materialien, nicht ein Bild des Bildmodells.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Kugelpanorama ist ein equirektangulares Bild: doppelt so breit wie hoch, 360° horizontal, 180° vertikal. Jeder Panorama-Viewer versteht dieses Format.
- VEDUTUM erzeugt es aus dem Browser-Modell vom aktuellen Standpunkt, außen oder in einem Raum, mit 3072 × 1536 Pixeln, für 0 Punkte.
- Es zeigt das Modell mit seinen Materialien und dem eingestellten Sonnenstand — nicht ein Bild des Bildmodells.
- Die Drehansicht zeigt das Haus von außen aus 12 Richtungen; das Panorama zeigt die Welt von einem Punkt aus. Beides ergänzt sich.
Was „equirektangular“ bedeutet
Stellen Sie sich vor, Sie stehen in der Mitte einer Kugel und die Innenseite ist bemalt. Um dieses Bild flach zu speichern, wird die Kugel abgewickelt wie eine Weltkarte: Die Breite des Bilds entspricht dem vollen Kreis um Sie herum, die Höhe dem Weg vom Boden bis zum Himmel. Daraus folgt das Seitenverhältnis 2:1 — 360 Grad in der Breite, 180 Grad in der Höhe.
Auf dem flachen Bild wirken Boden und Decke gedehnt, so wie Grönland auf einer Weltkarte zu groß erscheint. Sobald ein Viewer das Bild wieder auf eine Kugel legt, verschwindet die Verzerrung. Das ist der Grund, warum Makler-Portale, Panorama-Viewer und VR-Brillen alle dasselbe Format erwarten: Sie tun alle dasselbe damit.
Wie das Panorama im Modell entsteht
Der Browser rechnet das Panorama selbst. Am Standpunkt der Kamera werden sechs Ansichten aufgenommen — vorne, hinten, links, rechts, oben, unten — und anschließend zu dem 2:1-Bild gefaltet, mit derselben Tonwertkurve und Farbdarstellung, die auch der Viewer verwendet. Das Ergebnis wird als JPEG gespeichert und im Projekt als Panorama abgelegt.
Praktisch bedeutet das: Sie stellen den Blick im Arbeitsbereich so ein, wie Sie ihn haben wollen, und wählen „Panorama aufnehmen“. Außen entsteht es vom Orbit aus, also von dem Punkt, an dem Ihre Kamera gerade steht. Innen entsteht es aus dem Raum, in dem Sie gerade sind — mit den Wänden, Öffnungen und der Möblierung, die das Modell an diesem Ort hat.
Weil kein Bildmodell beteiligt ist, kostet ein Panorama keine Punkte, und es lässt sich beliebig oft wiederholen: anderer Standpunkt, andere Uhrzeit, anderes Geschoß.
Wo das Panorama eingesetzt wird
Im Exposé und auf der Freigabeseite. Die Freigabeseite zeigt jedes Panorama in einer drehbaren Kugel. Ein Bauherr kann im Wohnzimmer stehen und sich umsehen, ohne das Modell selbst steuern zu müssen. Für Menschen, die mit Tastatur und Maus nicht durch ein Modell gehen wollen, ist das der zugänglichste Weg in den Raum.
In Makler-Portalen. Viele Portale nehmen ein equirektangulares JPEG an und zeigen es als 360°-Ansicht. Die Freigabeseite bietet das 2:1-Bild zum Herunterladen an; mehr als hochladen ist nicht zu tun.
In der VR-Brille. Jede Brille mit einem Panorama-Viewer kann das Bild anzeigen. Es ist kein begehbares Modell, aber ein glaubwürdiger Eindruck von Raumgröße und Blickbeziehungen — und deutlich einfacher zu übergeben als eine Software.
Panorama, Drehansicht oder Bild des Bildmodells
Drei Darstellungen werden oft verwechselt, weil alle drei „rundherum“ zeigen:
- Drehansicht. Zwölf Bilder des Hauses von außen im 30°-Abstand. Die Kamera bewegt sich um das Haus, das Haus steht still. Gut für Fassaden und Baukörper.
- Panorama. Ein Bild aus dem Modell, die Kamera steht still und blickt in alle Richtungen. Gut für Innenräume, Terrassen, den Blick vom Grundstück.
- Bild des Bildmodells. Eine einzelne Ansicht, für die das Bildmodell Material, Licht und Umgebung ergänzt. Gut für Stimmung und Präsentation, aber immer ein Ausschnitt, kein Rundumblick.
Ein Panorama zeigt das Modell so, wie es im Browser aussieht: mit den Materialien, die dem Modell zugewiesen sind, und dem eingestellten Sonnenstand. Es ist kein Bild des Bildmodells, und es sieht auch nicht so aus. Das ist keine Schwäche, sondern der Zweck: Ein Panorama beantwortet die Frage „Wie groß ist der Raum und wohin schaue ich?“, nicht die Frage „Wie wird es sich anfühlen?“. Für die zweite Frage gibt es die Innenraum-Visualisierung.
Aus der Studie „Haus Lindenweg“
In unserer Studie „Haus Lindenweg“ — ein fiktives Einfamilienhaus, selbst gezeichnet, keine Kundenarbeit — haben wir Panoramen aus dem Wohnraum und von der Terrasse aufgenommen. Zwei Beobachtungen, die sich übertragen lassen:
- Der Standpunkt entscheidet. Ein Panorama aus der Raummitte wirkt neutral; eines aus der Ecke am Fenster zeigt, was man beim Wohnen tatsächlich sieht. Nehmen Sie beide auf, es kostet nichts.
- Sonnenstand einstellen, bevor Sie aufnehmen. Das Panorama übernimmt das Licht des Moments. Ein Panorama um 17 Uhr im Juni zeigt die Terrasse anders als eines um 9 Uhr. Wie sich der Sonnenstand berechnet, steht unter Sonnenstand im Bild.
Grenzen
Was nicht im Modell ist, ist nicht im Panorama. Die Möblierung ist ein Vorschlag, Materialien sind die des Modells, die Nachbarschaft kommt aus OpenStreetMap oder fehlt. Ein Panorama ist eine Orientierungshilfe und ein ehrliches Raumgefühl; für das inszenierte Bild bleibt das Bildmodell zuständig. Alle Möglichkeiten rund um das Kugelbild fasst die Seite 360°-Panorama zusammen.
Quellen und weiterführende Informationen
Häufige Fragen
Welche Auflösung hat das Panorama?
3072 × 1536 Pixel im Verhältnis 2:1 als JPEG. Das reicht für Makler-Portale und für die Anzeige in einer Kugel auf der Freigabeseite.
Kann das Bildmodell ein Panorama erzeugen?
Nein. Das Panorama kommt ausschließlich aus dem Browser-Modell und zeigt dessen Materialien. Bilder des Bildmodells sind einzelne Ansichten mit festem Ausschnitt.
Kostet ein Panorama Punkte?
Nein, 0 Punkte. Sie können beliebig viele Standpunkte, Geschoße und Uhrzeiten aufnehmen.
Wie bringe ich das Panorama in ein Makler-Portal?
Auf der Freigabeseite als JPEG herunterladen und im Portal als 360°-Bild hochladen. Portale, die 360°-Ansichten anbieten, erwarten genau dieses equirektangulare 2:1-Format.
Über die Redaktion
VEDUTUM Redaktion
Die Redaktion von VEDUTUM, einem Produkt der EA Digital Solutions e.U. in Graz, schreibt über Modellformate, Rendering, Auflösungen, Kamerafahrten und Sonnenstand. Jede Zahl mit Rechenweg oder Quelle, jeder Text von Menschen geprüft.
Mehr über VEDUTUMPassende Leistung
360°-Ansicht
Zwölf Bilder rundherum, alle mit demselben Licht und derselben Kamera. Auf der Freigabeseite dreht der Bauherr das Haus damit wie ein Modell — im Browser, ohne Installation.
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