Kurz beantwortet
Der Preis eines Renderings setzt sich aus drei Posten zusammen: Aufbereitung des Modells, Rechenzeit und Nachbearbeitung. Bei externen Studios dominiert die Arbeitszeit, deshalb kostet die zweite Perspektive fast so viel wie die erste. Bei Software mit eigener Rechenleistung dominiert der Abopreis, die einzelne Ansicht ist dann fast gratis. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn Korrekturschleifen, Nutzungsrechte und Dateiformate mitgerechnet werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Rendering besteht aus Arbeitszeit und Rechenzeit. Nur die Rechenzeit lässt sich automatisieren, die Arbeitszeit bleibt.
- Studios kalkulieren meist pro Bild, weil jede Perspektive Aufbau, Licht und Nachbearbeitung braucht.
- Software mit Abopreis verschiebt die Kosten: viele Ansichten kosten kaum mehr als eine, dafür zahlen Sie monatlich.
- Der größte versteckte Posten sind Korrekturschleifen. Klären Sie vorab, wie viele enthalten sind.
Die drei Posten
Aufbereitung. Ein Modell aus der Planung ist selten renderfertig. Materialien fehlen, Bauteile sind doppelt, Umgebung ist keine da. Je nach Zustand gehen hier Stunden hinein, unabhängig davon, wie viele Bilder am Ende entstehen.
Rechenzeit. Hier zählt nur Technik. Ein Standbild in Full HD ist auf einer GPU in Minuten fertig, 8K braucht bei gleicher Qualität rund sechzehnmal so viele Pixel — die Rechnung dazu steht in Auflösung für Renderings. Eine Kamerafahrt multipliziert diesen Aufwand mit der Anzahl der Einzelbilder, siehe Kamerafahrt und Renderzeit.
Nachbearbeitung. Himmel tauschen, Menschen einsetzen, Farben angleichen. Das ist Handarbeit und der Grund, warum inszenierte Bilder teurer sind als sachliche.
Warum die zweite Perspektive fast so viel kostet
Wer ein Bild bestellt, zahlt einmal die Aufbereitung. Wer ein zweites bestellt, zahlt sie nicht noch einmal — dafür aber Kameraaufbau, Licht und Nachbearbeitung erneut. In klassischen Angeboten liegt der Aufschlag für weitere Ansichten deshalb selten unter der Hälfte des ersten Bildes.
Genau an dieser Stelle verschiebt Automatisierung die Rechnung. Wenn das Modell einmal steht und die Kamera nur umgesetzt wird, ist die zehnte Ansicht technisch dasselbe wie die erste. Bei VEDUTUM kostet ein Bild aus dem Plan keine gesonderte Beauftragung, sondern eine feste Zahl Punkte — vier in 2K, acht in 4K. Die Zahlen stehen offen auf der Tarifseite.
Was ein Bild an Modellkosten verursacht
Bei der Erzeugung über ein Bildmodell lässt sich der reine Rechenaufwand beziffern, weil die großen Anbieter ihre Preise veröffentlichen. Die Spanne liegt derzeit bei etwa 0,13 US-Dollar für ein Bild in 2K, rund 0,24 für eines in 4K und ungefähr 0,10 US-Dollar je Sekunde Video in 720p (Stand September 2026, eine der Preislisten als Quelle unten). Ein vollständiges Paket aus zehn Bildern und zwei Fahrten zu je acht Sekunden liegt damit bei rund drei US-Dollar an Modellkosten — unabhängig davon, welcher Anbieter dahintersteht.
Das ist nicht der Verkaufspreis, sondern die Kostenseite. Wer Angebote vergleicht, sollte sie trotzdem kennen: Sie erklärt, warum Pauschalen für viele Bilder möglich sind und warum sie bei Handarbeit nicht funktionieren.
Was in kein Angebot gehört
Drei Punkte fehlen in fast jedem Vergleich und entscheiden am Ende doch:
- Korrekturschleifen. Zwei Schleifen sind üblich. Die dritte kostet.
- Nutzungsrechte. Dürfen die Bilder auf die Bautafel, ins Exposé, in ein Inserat? Zeitlich und räumlich unbegrenzt?
- Dateien. Bekommen Sie nur JPG in Bildschirmgröße oder auch die volle Auflösung?
Eine ehrliche Einordnung
Automatisierte Bilder ersetzen kein Studio, wenn die Wirkung von Inszenierung lebt: Abendstimmung mit Menschen, nasser Asphalt, dichte Vegetation. Sie ersetzen sehr wohl die zehn Zwischenstände, die heute niemand bestellt, weil jede Bestellung Tage kostet. Die Frage ist deshalb selten „Studio oder Software", sondern „welche Bilder wofür".
Quellen und weiterführende Informationen
Häufige Fragen
Was kostet ein einzelnes Bild bei VEDUTUM?
Bilder sind Teil des Tarifs, nicht einzeln bepreist. Die Tarife stehen auf der Preisseite; die reinen Modellkosten je Bild liegen bei wenigen Cent bis rund 25 US-Cent, abhängig von der Auflösung.
Warum nennen Sie keine Studiopreise?
Weil sie von Projekt, Region und Leistungsumfang abhängen und wir keine fremden Preislisten wiedergeben wollen, die wir nicht belegen können. Fragen Sie zwei Studios nach demselben Leistungsumfang, dann werden die Angebote vergleichbar.
Ist ein teureres Bild besser?
Es ist meist stärker inszeniert. Für Entwurfsabstimmung, Einreichung und Bauherren-Termin ist ein sachliches Bild oft nützlicher als ein aufwendig nachbearbeitetes.
Wie viele Bilder braucht ein Projekt?
Für eine Abstimmung genügen zwei bis drei Ansichten. Für Vermarktung rechnen Sie mit vier bis acht, dazu Innenräume je Wohnungstyp.
Über die Redaktion
VEDUTUM Redaktion
Die Redaktion von VEDUTUM, einem Produkt der EA Digital Solutions e.U. in Graz, schreibt über Modellformate, Rendering, Auflösungen, Kamerafahrten und Sonnenstand. Jede Zahl mit Rechenweg oder Quelle, jeder Text von Menschen geprüft.
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